Trauer – wer kann trösten?
Sterbeforscher haben festgestellt: Es sterben immer nur die anderen – wir sind theoretisch „unsterblich“. Theoretisch und praktisch stimmt das natürlich nicht – aber der Mensch neigt dazu, so zu leben.
Warum dieses Thema?
Schauen wir uns einige Traueranzeigen an, die aus den Nürnberger Nachrichten stammen: Es ist oft von „Abschied“ die Rede, von der fehlenden Lebenskraft, von Mühe und Arbeit. Nur eine Anzeige fiel im christlichen Sinn besonders auf:
Du warst ein Geschenk, ein genialer Gedanke Gottes. Schweren Herzens geben wir Dich zurück in seine Dich liebenden Arme.
Dazu der Vers Psalmen 34,19:
Der Herr ist denen nah, die zerbrochenen Herzens sind!
Was sagen die Texte aus? Trauer – überwiegend ohne Perspektive und Trost.
Die fünf Phasen der Trauer
Die Psychologin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (Schweiz/USA) hat die fünf Phasen der Trauer klar definiert:
- Nicht-Wahrhaben-Wollen (Verleugnung): Schock und Betäubung. Die Realität des Verlustes wird abgelehnt, um die Psyche vor der ersten Wucht des Schmerzes zu schützen.
- Zorn (Wut): Frustration und Aggression. Die Wut richtet sich gegen das Schicksal, Ärzte, sich selbst oder nahestehende Personen. Sie dient als Schutzschild vor dem tieferen Schmerz.
- Verhandeln (Feilschen): Der Versuch, das Unabwendbare durch innere Verhandlungen oder Versprechungen abzuwenden oder die Zeit zurückzudrehen („Wenn-dann-Gedanken“).
- Depression: Tiefe Traurigkeit und Verzweiflung. Der Verlust wird in seiner Schwere begriffen, was zu starkem seelischen Schmerz, Antriebslosigkeit oder Rückzug führt.
- Akzeptanz (Zustimmung): Die Realität des Verlustes wird angenommen. Dies bedeutet nicht, dass der Schmerz verschwunden ist, aber der Kampf dagegen hört auf und ein Weiterleben mit der Erinnerung wird möglich.
Warum dieses Thema im Bibelkreis?
Bei aller Forschung fehlt der Blick auf den Mann, der bis heute einzig und alleine den Tod überwunden hat und damit einen der Grundpfeiler für unseren christlichen Glauben gelegt hat: JESUS CHRISTUS, den Sohn GOTTES.
Jesus wusste, wovon er redet – und fangen wir im Alten Testament (seiner damaligen Bibel) an:
Gibt es Gewissheit in aller Trauer?
1. Thessalonicher 4,13-14
Unterscheiden sich Christen heute in der Trauer von anderen Menschen? Was kommt nach dem Tod? Vertrauen wir JESUS und seinen Zusagen. Hier ist Vertrauen mehr als nur „ein für wahr halten“. Wir sind eins mit JESUS.
„Ein Kuchen“ mit Jesus
Martin Luther hat gesagt: Wer an JESUS CHRISTUS glaubt, ist mit ihm „ein Kuchen“.
Ein Lieblingskuchen von mir ist Marmorkuchen. Meine Mutter konnte den sehr gut backen. Ich habe gerne den rohen Teig von den Rührwerkzeugen abgeschleckt. Wenn der Kuchen aus dem Ofen kam und erkaltet war, hätte ich gerne das Stück mit dem extra Eigelb bekommen. Das war nicht mehr zu separieren: alles untrennbar miteinander verbunden. So ist es mit uns und JESUS: untrennbar im Leben und Tod verbunden. Lesen wir dazu:
Es ist also wahr, dass die Gemeinschaft mit Christus über den Tod hinaus hält!
Kommen wir zum Trost
Lesen wir:
Trösten – aber bitte mit wenigen Worten. Wie wir in Prediger 5,1-4 lesen (Verse 1, 3 und 4):
1 Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte wenig sein. 3 Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten; denn er hat kein Gefallen an den Toren; was du gelobst, das halte. 4 Es ist besser, du gelobst nichts, als dass du nicht hältst, was du gelobst.
Kein falscher Trost
Aber bitte kein falscher Trost. Es gibt auch falsches Trösten, wie wir bei den drei Freunden von Hiob lesen: Hiob 16,1-3 – hier in der sehr modernen Übersetzung der „Volxbibel“:
1 Hiob war fassungslos: 2 „Es reicht! Von der Art von Ermutigung hab ich jetzt echt den Hals voll. Ihr seid ja alle echt super Therapeuten, vielen Dank … 3 Bist du jetzt fertig mit deinem Rumgeschwalle? Mach endlich den Kopf zu! Was bringt dir das überhaupt, mir zu antworten?
Besser nichts reden und nur zuhören, als dummes Zeug als vermeintlichen Trost reden.
Der Trost-Psalm
Zum Schluss lesen wir den Trost-Psalm überhaupt: Psalmen 23 – speziell Psalmen 23,4!
Ich wünsche den Lesern bei Bedarf den richtigen Trost (und Tröster) – gespendet und geschenkt von JESUS – in Ihrem Herzen und in Ihrer Seele.
Schalom, liebe Freunde!
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