Gottesfurcht

Was bedeutet also „Furcht des HERRN“ oder Gottesfurcht?

Ehrfurcht und eine tiefe Erkenntnis und Weisheit, dass alles in IHM erschaffen und erdacht ist und der Mensch „nur“ seinen Auftrag erfüllen muss: die Schöpfung bewahren und die LIEBE zu seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen unter Beweis stellen!

Lesen wir in Hiob 1,1: Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse

und weiter in Vers 7-12:

Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen. Der HERR sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse. Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet? Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher bewahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich ausgebreitet im Lande. Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: Was gilt’s, er wird dir ins Angesicht fluchen! Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan hinaus von dem HERRN.

Ein boshafter Plan des Teufels: Hiob gilt als gesegnet mit viel Besitz und einer großen Familie. Dann – sagt der Teufel – ist es auch „einfach“ gottesfürchtig zu leben, wenn man alles hat… Aber GOTT kennt seinen Hiob besser: er lässt ihn vom Satan „testen“ und kennt schon das Ende: Hiob wird seinen GOTT nicht verraten, verkaufen, verstoßen; es wird eine noch viel innigere Beziehung in der Zeit der Prüfungen und in dem Segen zum Schluss.

Der Satan vergiftet auch unsere Gedanken für die Gottesfurcht. Maleachi 3,13-18:

Ihr redet hart gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sprecht: »Was reden wir gegen dich?« Ihr sagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Trauer einhergehen vor dem HERRN Zebaoth? Und nun preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.« So redeten die Gottesfürchtigen untereinander. Der HERR merkte auf und hörte es, und es ward vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken. Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient. Dann sollt ihr wieder sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Kennen Sie die Gedanken? Die gottlos leben haben Erfolg und offensichtlich ein gutes Leben. Aber: das Gedenkbuch ist der Beweis, dass GOTT alle Gedanken kennt und alle Wege des Menschen. Wer seinem Namen mit Ehrfurcht begegnet und an IHN denkt (in einer innigen Verbundenheit seinen Alltag und sein Leben mit GOTT verbringt), der ist sein Eigentum und dieser Mensch ist gerettet für Zeit und Ewigkeit. Auch wenn es manchmal komisch erscheint, so hat GOTT das letzte Wort und wir/SIE dürfen darauf vertrauen, dass JESUS uns an das Ziel bringt.

Was sagen denn die bedeutenden Männer Gottes über die Gottesfurcht? Davids Definition lesen wir im Psalmen 34,12:

Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren: Wer ist’s, der Leben begehrt und gerne gute Tage hätte? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!

Gottesfurcht ist ein „Mosaik“, dass sich aus mehreren Steinen zusammensetzt. Nehmen wir aus aktuellem Anlass die letzten Worte: suche Frieden und jage ihm nach! Keine Kriegstreiberei, nicht „Kriegstüchtig“ machen und keinesfalls „Waffen sind Nächstenliebe“! Achten Sie auf die verwendeten Worte – auch in den Kirchen der EKD – sie haben keine klare Positionierung zur Bibel mehr und verdrehen/verbiegen Gottes Wort.

Was sagt das neue Testament über die Gottesfurcht? Lesen Sie nach der „Schlachter-Bibel“ im 1. Timotheus 3,16:

Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

Eine andere Definition? Ich denke eine Präzisierung und Ergänzung – keinesfalls ein Widerspruch! Psalm 34 nimmt schon einige Begriffe aus der berühmten „Bergpredigt“ von Jesus vorweg. Lesen Sie gerne die „Seligpreisungen“ von Jesus in Matthäus 5,1-12.

Gottesfurcht ist das tägliche Bewusstsein, unser Leben in der Einheit mit GOTT und seinem Sohn JESUS zu verbringen. Jagen wir ihm nach!


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